An die Arbeit, Das 68. Notizbuch

Auf Seiten der Heldin

Fontane neu schreiben – wer macht denn sowas? „Unerschrockene junge Brandenburger im Fontane-Jubiläumsjahr.“ Julia Baumgärtel hat für Brandenburg aktuell die Gruppe aus Cottbus besucht und mit ihr den Premierenblick in die Fahne des Buches geworfen. 174 Seiten stark ist die moderne Effi Briest geworden, um einiges kürzer als das Original, oder eben: effi.zienter. Auf Seiten der Heldin findet sich alles: Effi kommt zum Punkt. Jetzt dauert es nicht mehr lange, dann ist neben dem digitalen Blättern auch Analogblättern drin!

An die Arbeit, Das 68. Notizbuch

Das 68. Notizbuch

„Ich will was mit Medien machen“, ist kein Zitat des jungen Theodor Fontanes gewesen. 200 Jahre später fasst es seine Arbeitsweise aber ziemlich gut zusammen.

67 Notizbücher Stoffsammlung hat er angehäuft. Einen Himalaya aus Notizen, Anekdoten, Zeitungs-Clippings, Zitaten, Ideen für Texte, Stichworten über Begegnungen, Beobachtungen – ff.  Dieser Blog ist #68, das erste virtuelle Notizbuch, nicht von ihm, sondern über Theodor Fontane – und seinen Roman „Effi Briest“, der einst – vielleicht etwas gestelzt – als Adoleszenzroman galt. Heutzutage verwendet die Literatur für diese Art Bücher das Label „coming of age“. Die Handlungsaufforderung dazu lautet: Nachlesen, wie jemand erwachsen wird.

Eff.i19 dokumentiert, wie jemand erwachsen wird, seinen Raum erweitert, und darüber schreibt.

Nachzulesen: Hier. Schülerinnen und Schüler aus Brandenburg machen sich in die Spur, Stoff für eine neue, eine moderne Fassung von Effi Briest zusammenzutragen, und ihre Geschichte als Fortsetzungsroman („ff.“) aus ihrer Sicht wiederzugeben. 2019 jährt sich Fontanes Geburtstag zum 200. Mal. Die Laudatio schenken wir uns und ehren ihn damit, seine Methode anzuwenden, weil sie zur Mediennutzung junger Menschen heute passt. Ein worldweites Feld, das ihm gerecht wird. Und uns auch.